Warum Frost für Batterien schlimmer ist als Hitze
Hersteller geben die Betriebstemperatur typischerweise als „–20°C bis +60°C" an — doch dieser Bereich gilt nur für die Entladung. Das Laden hat ein deutlich engeres Fenster:
| Prozess | Sicherer Bereich | Optimaler Bereich |
|---|---|---|
| Entladung (LFP) | –20°C bis +60°C | +10°C bis +35°C |
| Ladung (LFP) | 0°C bis +45°C | +5°C bis +35°C |
| Langzeitlagerung | –10°C bis +25°C | +10°C bis +20°C, 50% SoC |
Lithium Plating
Bei niedrigen Temperaturen lagert sich metallisches Lithium auf der Anodenoberfläche ab, statt sich in die Graphitstruktur einzulagern. Dies führt zu 15–25% dauerhaftem Kapazitätsverlust nach nur 5 Ladezyklen bei Frost.
Das Szenario „eingefrorener Speicher"
Dieses Szenario wiederholt sich jeden Winter: BMS sperrt das Laden, der Speicher entlädt sich über Wochen, die Spannung fällt unter kritische Werte und das BMS geht in den Lock-out-Modus.
Praktische Schlussfolgerungen
1. Speicher niemals an Orten platzieren, wo die Temperatur unter +5°C fallen kann 2. Passive thermische Isolierung sicherstellen (Klasse A2-s1,d0) 3. Aktive Heizung für lange Frostperioden einplanen 4. Übergabe mit Temperaturmessung dokumentieren
Lösung: PassivX feuerbeständiges Gehäuse mit passiver Wärmeisolierung und optionaler aktiver Heizung.


